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Der Friedhofplatz


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Der mächtige „Alte Stephan“ prägt einen der schönsten Plätze der Altstadt von Solothurn: den Friedhofplatz. Dieser hat seinen Namen nicht etwa deshalb, weil hier früher Menschen beigesetzt wurde. Vielmehr rührt die Bezeichnung daher, dass der Platz als besonders friedlich und ruhig galt – und gilt. In früherer Zeit nannte man ihn „Frythoff“ oder „Freyhoff“. Für den Platz galt das „Asylrecht“: Verfolgte fanden hier in speziell dafür vorgesehenen Liegenschaften Unterschlupf und Schutz.
Seine glanzvollste Zeit erlebte der Friedhofplatz im 11. Jahrhundert: Kein Geringerer als Kaiser Konrad II. zelebrierte im Jahr 1038 auf diesem Platz einen Hoftag, der in die Geschichte einging. Konrad liess damals auch prachtvolle, burgundische Reichstage mit vielen geistlichen und weltlichen Führern auf diesem in sich geschlossenen Platz abhalten.
Denkwürdig ist ferner das Jahr 1420: Damals wurde hier in der St. Stephanskappelle – damit ist auch klar, woher das Restaurant seinen Namen hat – das Bürgerspital Solothurn gegründet.
Heute spielt der Friedhofplatz zwei Mal im Jahr eine herausragende Rolle im gesellschaftlichen Leben Solothurns: Im Frühjahr beginnt hier jeweils die „Chesslete“ und damit die bekannte Solothurner Fasnacht. Im Dezember dann ist der Platz das Zentrum des beliebten „Chlausemäret“.
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